Christiane Hossfeld - Die Sopranistin im Gespräch
Manche Künstlerinnen prägen ein Opernhaus über Jahrzehnte und werden selbst zu einem Teil seiner Geschichte. Seit beinahe vierzig Jahren ist Prof. Christiane Hossfeld der Semperoper Dresden verbunden und hat dort mit ihrer unverwechselbaren Bühnenpräsenz Generationen von Opernliebhabern begeistert. Bereits mit 21 Jahren debütierte sie als Gretel in Halle, ehe ihr als Zerbinetta an der Semperoper ein triumphaler Durchbruch gelang, der den Grundstein für eine außergewöhnliche Karriere legte.
Ob Susanna, Blondchen, Musetta oder Oscar – kaum eine andere Sopranistin hat das leicht-lyrische Fach mit einer solchen stilistischen Vielfalt und Natürlichkeit geprägt. Gastspiele führten sie an renommierte Häuser in Berlin, Hamburg, Paris, Zürich sowie bis nach Tokio und Hongkong. In Bayreuth gehörte sie über Jahre hinweg zur Festspielsaison und arbeitete mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Sir Colin Davis, Giuseppe Sinopoli und Christian Thielemann.
Doch ihre Leidenschaft gilt nicht allein der Bühne. Als Professorin an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden hat sie zahlreiche junge Sängerinnen und Sänger auf ihrem Weg zu internationalen Karrieren begleitet und damit ihr künstlerisches Vermächtnis weit über die eigenen Auftritte hinausgetragen.
Warum ausgerechnet Wagners „Tannhäuser“ zu einer schicksalhaften Begegnung in ihrem Leben wurde, weshalb die eigenen Ansprüche stets größer sein sollten als die Realität und was sie als Mozarts Papagena vermutlich zur Rekordhalterin macht, darüber spricht Prof. Christiane Hossfeld in der neuesten Episode von „Parlando“.
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